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Tsambika

Lichtmalerei

Tsambika

Alles ist Licht, alles ist Farbe, alles ist Bewegung - die Form tritt in ihrer Bedeutung zurück. In der Malerei mit Licht gilt es zunächst ein geübte Sehweisen aufzubrechen. Es gilt den Blick zu öffnen, an der festen Form der Materie vorbei zu sehen, tief hinein zu blicken an den Ort, wo sich Materie in Schwingungen verwandelt, aufzutauchen und sich ganz auf das Licht und den Schatten einzulassen. Beides tritt in Wechselwirkung mit den Texturen der Oberflächen, verändert sie, lässt Farben entstehen und vergehen.

Im nächsten Schritt folgt die Bewegung der Kamera während der verlängerten Aufnahme. Mit der Bewegung und den Spitzlichtern werden Konturen gezeichnet und Akzente gesetzt. Die Flächenlichter und Schatten intensivieren die Farben und den Ausdruck.

Das unwiederbringliche Licht von  Ort und Zeit ist entscheidend für die Wirkung der Bilder. Die Sonne steht im Winkel zu dem steilen Berg der heiligen Jungfrau von Tsambika. Mit jedem Schritt nach oben lichtet sich der Dunst der salzigen Wogen und im selben Maß werden die Kontraste intensiver, das Licht und die Schatten klarer.

Am Anfang steht das Sehen

Die Legende der heiligen Jungfrau von Tsambika

Die Legende besagt, dass Fischer auf Rhodos eine wertvolle Ikone der Jungfrau Maria am Strand gefunden haben. Zur gleichen Zeit ist eben jene Ikone auf unerklärliche Weiße aus einem Kloster auf Zypern verschwunden und so brachten sie die gottesfürchtigen Männer dorthin zurück. Wie durch ein Wunder fanden die Fischer die Ikone am kommenden Tag von kleinen Wellen umspült erneut am Strand.

Durch die Ikone sprach die Jungfrau zu den Fischern:

„Baut mir eine Kirche auf dem Berg“

Doch der Weg hinauf war steil und die Menschen schwach und so beschlossen sie, dass es sicher genügen würde, eine Kirche im Tal zu errichten. So entstand durch viele Hände fleißige Arbeit die Kirche im Tal mit dem Namen Kato „unten“ Tsambika. Die Kirche wurde gesegnet und die Ikone fand ihren Platz darin, doch am nächsten Morgen war sie verschwunden und wurde nach aufgeregter Suche auf dem Berg gefunden.

Erneut sprach die Ikone zu den Fischern:

„Baut mir eine Kirche auf dem Berg“

Nun sahen es die Männer ein, dass mit der heiligen Jungfrau kein Handel zu machen ist. Da der Weg so steil war und alles was für den Bau benötigt wurde hinauf geschafft werden musste, mussten auch die kinderlosen Frauen die mühsame Arbeit verrichten.

War es ein Wunder, war es die Freude ein gottgefälliges Werk zu tun? Nach der Vollendung der Kirche - so wird es erzählt - waren alle Frauen schwanger. Und so pilgern bis heute die Frauen von Rhodos mit Kinderwunsch zur heiligen Jungfrau. Wird danach ein Mädchen geboren, nennt man es Tsambika. Erblickt ein Junge das Licht der Welt, erhält er den Namen Tsambikos.

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Bilder

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Credits

Kennung

Tsambika, Rhodos, 2016, Ref. # BD-TSA-01-2016 bis BD-TSA-18-2016.

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